Bildungszentrum Bach in Action

Die versammelte Gruppe von Deloitte MitarbeiterInnen und Lernenden des Bildungszentrums Bach

Das Bildungszentrum Bach der Diakonie in Mödling ist seit Jahren aktiv in der Integration von jungen Flüchtlingen tätig. Seit 2016 sind mehrere Deloitte MitarbeiterInnen Lernpatenschaften mit jugendlichen Flüchtlingen eingegangen, um ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern.

Am Freitag, den 31. März gab es ein „Get Together“ im Bildungszentrum, wo neue Lernpaten ihre zukünftigen SchülerInnen kennenlernen und Einblick in ihre Koch-, Tanz- und Sing-Künste nehmen konnten. Bei Mini-Workshops, die von TeilnehmerInnen der Hauptschulabschluss-Kurse angeleitet wurden, haben wir Afghanischen Tanz gelernt und können nun unsere Namen in arabischen Buchstaben schreiben. Die größte aber auch lustigste Herausforderung war das gemeinsame Singen in Persisch/Dari/Tschetschenisch/Russisch. Zum Abschluss wurde gemeinsam gegessen. Das reichhaltige Buffet bot Speisen aus aller Herren Länder.

Tanzgruppe

Vielen Dank allen SchülerInnen des Bildungszentrums, sowie ihren LehrerInnen für die tolle Gastfreundschaft!

Speisenbuffet

 

Deloitte/RBI Finance&Accounting School

Das erste Modul der Deloitte/RBI Finance & Accounting School ist bereits abgeschlossen. Wir haben diese im Februar mit einem Deutschkurs (B1-B2 Level) gestartet, um geflüchteten Menschen mit Finance/Accounting-Background die Basis für weitere Schritte in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Wir gratulieren den 12 TeilnehmerInnen zum Abschluss des ersten Moduls und wünschen allen viel Erfolg für das nächste Modul (C1 Deutschkurs)!

Teilnehmer mit der WIFI Kurslehrerin des Modul 1
Teilnehmer mit der WIFI Kurslehrerin des Modul 1

CARamel – mobile Autoreinigung GmbH in Gründung

Karin Melcher, Gründerin von CARamel im Interview. CARamel wird caramel logodurch den Deloitte Future Fund im Rahmen von found! unterstützt. Das Start-Up bietet in Kürze in Wien eine mobile, umweltschonende Autoreinigung durch Asylberechtigte an.

Marie: Karin, was ist das Ziel von CARamel?

Karin: Unser Ziel ist es Arbeitsplätze für geflüchtete Menschen zu schaffen, die besonders von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind. Wir möchten KundInnen ansprechen die Qualität und persönliches Service zu schätzen wissen, denen aber auch soziale und ökologische Nachhaltigkeit am Herzen liegt.

Marie: Wer steht hinter CARamel?

Karin: Unser vierköpfiges Gründungsteam besteht aus meiner Kollegin Laura Mosquera, Jürgen Partaj, Abdulkader Ahmed und mir. Abdulkader stammt aus Syrien und hat dort und im Libanon viele Jahre als Mechaniker gearbeitet. Gemeinsam wurde eine innovative Geschäftsidee entwickelt, in die einerseits der Mechaniker seine Fachkompetenzen einbringen kann, andererseits ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit den Ansprüchen aller Co-FounderInnen gerecht wird.

Marie: Was ist deine/eure Motivation?

Karin: Es gibt nichts Gutes außer du tust es 😉

Marie: Gibt es bereits Erfolgserlebnisse?

Karin: Schon unsere rechtzeitige Einreichung beim aws-Social Business Call ‪am 1. Dezember war ein wichtiger Meilenstein und großer Erfolg. So hatten wir Dank der sensationellen Unterstützung unserer drei Mentoren von Deloitte in Rekordzeit einen fertigen Businessplan und ein schlüssiges Unternehmenskonzept ausgearbeitet.

Im Jänner wurde CARamel vom aws gemeinsam mit 25 anderen Projekten (aus rund 150) ausgewählt und zur finalen Jurysitzung eingeladen. Mittlerweile haben wir die Förderzusage bekommen, sind dabei die Verträge anzupassen und werden diese in Bälde bereits als „CARamel mobile Autoreinigung GmbH“ unterzeichnen.

Diese Anschubfinanzierung ermöglicht es uns viel früher als gedacht die GmbH zu gründen. So können wir starten und uns dann in aller Ruhe überlegen wann und wie wir Investoren an Board holen.

Marie: Gab es Stolpersteine in der Umsetzung?

Karin: Es war nicht ganz einfach eine passende Rechtsform zu finden. Wir haben uns nun für die Variante Verein-GmbH entschieden, um durch den Verein die Social-Business-Kriterien abzusichern. Das ist sehr komplex und sorgt bei diversen Behörden und Ämtern während des Gründungsprozesses immer wieder für Verwirrung.

Marie: Was würdet ihr anderen Social Entrepreneuren raten, die noch ganz am Anfang stehen?

Karin: „ …answers only bring more questions!“

Es sind am Anfang viele Entscheidungen zu treffen, deren Auswirkungen oft erst später klarer und bedeutsamer werden. Deshalb haben wir uns angewöhnt verschiedene Perspektiven und Expertisen einzuholen, auch wenn es bedeutet, dass Überlegungen ad acta gelegt und erneut Reflexionsschleifen eingebaut werden müssen.

Accelerate Programme wie found! und Coworking-Spaces wie der Impact Hub Vienna bieten hilfreiche Strukturen, Expertisen und eröffnen Netzwerke in viele verschiedene Richtungen. Wichtig ist trotz alledem den eigenen Weg zu finden, um den persönlichen Ideen und Vorstellungen von „Social Business“ treu zu bleiben und diese im Unternehmen zu verwirklichen.

Marie: Vielen Dank für das interessante Interview!

Das Team von CARamel mit den Deloitte Mentoren
Das Team von CARamel mit den Deloitte Mentoren

Deloitte&RBI Finance and Accounting School

Am 25. Jänner 2017 war es soweit und die Deloitte & RBI Finance & Accounting School hat mit einem feierlichen Kick-Off gestartet. Bei einem herausragenden Ausblick über Wien stellten Josef Schuch (Deloitte) und Georg Feldscher (RBI) mit Unterstützung der jeweiligen Teams das Programm sowie den weiteren Ablauf der School vor. Das Ziel ist es, anerkannten Flüchtlingen mit einschlägiger Ausbildung den Berufseinstieg in Österreich mit einem standardisierten Ausbildungskonzept zu erleichtern.

Lernende und ihre Buddies
Lernende und ihre Buddies

In dem neunmonatigen Ausbildungsprogramm werden den 15 TeilnehmerInnen im Alter zwischen 25 und 37 Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem WIFI umfangreiche Deutsch- und Buchhaltungskenntnisse vermittelt. Bereits in den ersten Modulen wird das Deutschniveau der Lernenden von B1 auf Maturalevel (C1) gebracht. Zudem werden Wirtschaftsdeutsch und Grundzüge der BWL gelehrt. Darauf aufbauend absolvieren die TeilnehmerInnen intensive Buchhaltungskurse von der Einführung in die doppelte Buchhaltung über Verrechnung mit Abgabenbehörden bis hin zu den Vorbereitungsarbeiten für den Jahresabschluss. Ergänzend dazu werden sie auch fachspezifische Vorträge besuchen. Nach erfolgreichem Bestehen der Prüfung erhalten die TeilnehmerInnen das Zeugnis „Buchhaltungspraxisprüfung“ des WIFI.

MitarbeiterInnen von Deloitte & RBI – so wie ich – haben sich als Buddies gerne bereit erklärt, die Großteils aus Syrien stammenden TeilnehmerInnen  bei der Integration in Österreich zu unterstützen und bei Fragen zur Verfügung zu stehen. Nach einer interessanten Vorstellrunde konnten beim gemeinsamen Kennenlernen am 25. Jänner 2017 bereits die ersten Lernpläne- und ziele aufgestellt werden. Der gelungene Kick-Off-Termin ist bei einem Buffet über den Dächern Wiens mit Plänen zu Wuzzel-Abenden und Heurigenbesuchen gemütlich ausgeklungen.

Bereits heute, am 2. Februar 2017 geht es mit dem 1. WIFI-Kurs in Deutsch los. Wir wünschen allen TeilnehmerInnen einen guten Start sowie viel Vergnügen und Erfolg beim Lernen. Ich freue mich bereits darauf in den nächsten Monaten als Buddy zu unterstützen!

Mentoring von Caramel

Im Rahmen von found! unterstützt der Deloitte Future Fund Social Entrepreneure bei der Umsetzung ihrer Ideen zur Beschäftigung von anerkannten Flüchtlingen. Dabei stellt Deloitte den Entrepreneuren ausgewählte Mentoren zur Seite, die bei verschiedenen Fragestellungen unterstützen.

Anfang November 2016 hat unser Mentoren Team, bestehend aus drei Personen aus dem Financial Advisory Bereich, die Gründerin von Caramel (www.caramelmobil.com) – Karin Melcher – beim Projekt-Kick off kennengelernt. Caramel bietet eine mobile und umweltschonende Außen- und Innenreinigung von Fahrzeugen durch Asylberechtigte an. Das Kickoff-Meeting im November startete mit einer Vorstellrunde aller Startups und Mentoren, im Anschluss hatten wir die Möglichkeit unser Startup im Einzelgespräch näher kennenzulernen. Dabei spürten wir schnell Karins Leidenschaft für das Projekt und es kristallisierte sich heraus, in welchen Bereichen wir behilflich sein können.

Im Gespräch ergab sich damit auch unsere erste Mentoring-Aufgabe – die Unterstützung für die Einreichung beim aws Social Business Call bis Anfang Dezember!

Beim aws Social Business Call geht es um einen Zuschuss des austria wirtschaftsservice mit einem Finanzierungsvolumen von bis zu EUR 100.000,- für die Entwicklung sozial orientierter Startups. Im Zentrum des Förderantrags stand ein umfangreiches Unternehmenskonzept, hierbei konnten wir an vielen Stellen unser betriebswirtschaftliches Know-how einbringen und mit der Erstellung eines Finanzmodells einen wertvollen Beitrag leisten.

Die Arbeit mit dem Team von Caramel war bisher sehr interessant. Durch die verschiedenen Kompetenzen unseres Teams kombiniert mit jenen des für das Projekt brennenden Caramel Teams ergab sich schnell eine gelungene Zusammenarbeit. Somit konnten wir in der relativ kurzen Zeit durch die vielfältige Expertise, Kreativität und Einsatzbereitschaft aller Teammitglieder ein schlüssiges Unternehmenskonzept ausarbeiten. Die Erstellung eines Businessplans für ein Startup in der Gründungsphase war eine besonders spannende Herausforderung, insbesondere die Identifikation und Einschätzung der vielen relevanten Faktoren, z.B.: wieviel Zeit für eine Reinigung benötigt wird oder wie schnell das Konzept skalierbar ist.

Nach einer ruhigeren Phase nach der Einreichung beim aws freuen wir uns, Caramel weiterhin tatkräftig zu unterstützen – zum Beispiel in nächster Zeit bei der Ansprache von Partnerunternehmen und der Präsentation des Businessplans.

Die Mentoren Christian Hueber, Leopold Grupp und Andreas Hampel mit Karin Melcher von Caramel
Die Mentoren Christian Hueber, Leopold Grupp und Andreas Hampel mit Karin Melcher von Caramel

Weihnachtsgeschenke für die Lernenden des Bildungszentrums Bach

Der Bereich Consulting bei Deloitte Österreich hat sich heuer wieder ein besonderes Weihnachtsgeschenk überlegt.

Im Bach Bildungszentrum, das vom Deloitte Future Fund unterstützt wird, haben heuer 38 Geflüchtete Ihren Pflichtschulabschluss erfolgreich nachgeholt, 44 Personen sind noch in der Basisausbildung (Vorbereitung auf den Pflichtschulabschluss) und 19 weitere haben vor kurzem mit dem Pflichtschulabschlusskurs begonnen.

Gemeinsames Feiern des Schulabschlusses im Bildungszentrum Bach
Gemeinsames Feiern des Schulabschlusses im Bildungszentrum Bach

Diesen jungen Menschen wollte Deloitte einerseits etwas mit auf den Weg geben (deutsches Buch, angepasst auf Sprachniveau), andererseits ihnen etwas Spaß abseits des Lernens (Kinogutschein bzw. Tiergarten Schönbrunn Besuch) bereiten. Das Bach Bildungszentrum erhielt außerdem benötigte Taschenrechner für die Mathematikklassen sowie 3 Laptops für das neue Open Learning Centre, wo die Schüler Raum haben, in Ruhe zu lernen.

Drei von unseren Deloitte MitarbeiterInnen, die sich als LernpatInnen im Bach Bildungszentrum engagieren, haben die Geschenke beim Abschlussfest des Bildungszentrums überreicht.

Wir wünschen allen viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg!

Übergabe der Geschenke
Übergabe der Geschenke

Bewerbungsworkshop im Bildungszentrum Bach

Am Mittwoch, den 14. Dezember, hat sich meine Kollegin aus dem HR, Birgit Witzelsberger, gemeinsam mit mir auf den Weg ins Bildungszentrum Bach in Mödling gemacht. Wir haben dort mit jugendlichen Flüchtlingen, die gerade ihren Pflichtschulabschluss in Österreich absolviert haben, einen 3-stündigen interaktiven Workshop zum Thema „Meine Bewerbung“ durchgeführt.

Birgit Witzelsberger (Deloitte)
Birgit Witzelsberger (Deloitte)

Nach einer Einführung in den österreichischen Arbeitsmarkt und die Grundregeln für eine gelungene Bewerbung haben wir in Rollenspielen Bewerbungsgespräche für fiktive Lehrstellen trainiert.

Workshop TeilnehmerInnen
Workshop TeilnehmerInnen (Bach Bildungszentrum)

Gegenseitiges Feedback hat die KandidatInnen dabei unterstützt, zu sehen wie sie von außen wahrgenommen werden. Die Berufswünsche der Teilnehmer waren sehr unterschiedlich, vom Altenpflegehelfer, über Restaurantfachmann hin zum IT-Spezialisten.

Wir wünschen viel Erfolg bei den künftigen Bewerbungen!

Weihnachten in Syrien

In Syrien sind etwa 10% der Bevölkerung Christen. Bevor der Krieg ausgebrochen ist, hat unsere Praktikantin Randa das Weihnachtsfest in Damaskus mit der Familie begangen. Um mehr zu erfahren, habe ich Randa um ein Interview gebeten:

Marie: Randa, wie hast du in Syrien Weihnachten gefeiert?

Randa: Bei uns in Syrien bekommen die Kinder die Geschenke in der Nacht auf den 25. Dezember vom Weihnachtsmann. Der 25. ist ein Feiertag, daher war es Tradition, dass wir zu Mittag ein großes Familienessen gemacht haben, mit frischen Kibbeh und anderen Köstlichkeiten.

Kibbeh (Bulgurtaschen mit Fleisch und Zwiebel)
Kibbeh (Bulgurtaschen mit Fleisch und Zwiebel)

Ein schöner großer Weihnachtsbaum hat auch immer dazu gehört, so wie dieser hier bei Deloitte.

Randa mit dem Deloitte Weihnachtsbaum
Randa mit dem Deloitte Weihnachtsbaum

Marie: Wie feierst du hier in Wien Weihnachten?

Randa: Seit ich in Österreich bin, ist Weihnachten natürlich anders. Der Großteil meiner Familie ist noch in Syrien. Ich habe sechs Geschwister – fünf Schwestern und einen Bruder. Vier meiner Schwestern sind noch in Syrien mit ihren jeweiligen Familien, mein Bruder lebt in Brasilien. Ich denke natürlich viel an sie, die Situation in Syrien ist schlimm. Ich bin aber froh wenigstens über Skype und Whats App mit ihnen in Kontakt zu sein. Ich bin auch glücklich, nicht ganz alleine in Wien zu sein – ich bin zusammen mit meiner Schwester gekommen. Meine Schwester macht derzeit einen Deutschkurs und arbeitet als Freiwillige mit dem Roten Kreuz, sie hat in Syrien schon Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt.

Wir wohnen nun in einer gemeinsamen Wohnung im 16. Bezirk. Da ist es sehr schön, ich kann einfach mit der U-Bahn zur Arbeit fahren. Zu Weihnachten werde ich zusammen mit meiner Schwester eine Freundin in Deutschland besuchen, die erst vor zwei Monaten geheiratet hat. Darauf freue ich mich sehr.

Marie: Seit wann lebst du in Österreich?

Randa: Ich bin im September 2015 nach Niederösterreich gekommen, Asyl habe ich im November bekommen und im Dezember bin ich dann nach Wien gezogen. Ich möchte jetzt auch in Wien bleiben, es gefällt mir hier sehr. Man kann ausgehen, es gibt viele Möglichkeiten die Freizeit zu gestalten. Auch die Verkehrsmittel sind super in Wien, ich kenne mich schon ganz gut aus.

Marie: In welchem Bereich hast du in Syrien gearbeitet und kannst du diese Kenntnisse hier bei Deloitte nutzen?

Randa: Nach meinem Wirtschaftsstudium habe ich für 8 Jahre in einer Bank gearbeitet. Das war eine schöne Arbeit in einem netten Team. Hier bei Deloitte arbeite ich im Regulatory Team. Das Team ist toll. Die Kollegen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Wir gehen zusammen Mittagessen und tauschen uns aus.

Auch die Arbeit an sich gefällt mir gut. Die Buchhaltung für Banken funktioniert sehr ähnlich. Natürlich gibt es auch Unterschiede, aber ich freue mich viel zu lernen.

Marie: Hast du Neujahrsvorsätze?

Randa: Mein Wunsch ist es besser Deutsch zu lernen, einen fixen Arbeitsplatz zu bekommen und dann natürlich meine gesamte Familie zu sehen.

Marie: Vielen Dank für das interessante Interview Randa!

Found! Mentoring Kickoff

Kick Off in Innsbruck
Kickoff in Innsbruck

Letzte Woche fand das found! Mentoring Kickoff statt und die Startups lernten ihre Deloitte Mentoren/innen kennen. Das Besondere dabei – wir haben Wien und Innsbruck per Videokonferenz live geschaltet und so die beiden Standorte miteinander verbunden.

Die drei Wiener Startup Founder wurden bei uns im Haus am 10.11. von Projektkoordinatorin Marie-Therese Praniess (Deloitte) und Dr. Bernhard Gröhs, Managing Partner (Deloitte) sowie Markus Engelberger (Impact Hub Vienna) begrüßt. Gleichzeitig wurden zwei Tiroler Startups von unseren Kollegen/innen in Innsbruck willkommen geheißen.

Das erste Kennenlernen und die individuellen Diskussionen zeigten in entspannter Atmosphäre wichtige Anknüpfungspunkte und Herausforderungen auf. Durch die lebhaften Gespräche zwischen den Mentoren/innen und Mentees fiel der Startschuss für eine spannende und bereichernde Zusammenarbeit für alle Beteiligten.

Wir freuen uns auf die nächsten Schritte und werden wieder darüber hier in unserem found! Blog berichten.

Meine Lernpatenschaft

Die Überlegung, mich als Lernpate zu engagieren, entstand im März dieses Jahres, als ich im Rahmen einer Informationsveranstaltung über die bevorstehenden Deloitte CSR-Projekte von der Institution des Bach-Bildungszentrums erfuhr. Diese Einrichtung ermöglicht (überwiegend jungen) Flüchtlingen, einen österreichischen Pflichtschulabschluss nachzuholen. Um mehr über das Bildungszentrum zu erfahren und auch schon eine Gruppe von SchülerInnen kennenzulernen, habe ich das Angebot seitens Deloitte und Diakonie angenommen, das Bildungszentrum persönlich zu besuchen.

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Ein erstes spielerisches Kennenlernen vor Ort hat mir einen guten Eindruck von der Arbeit des Bildungszentrums und den Lernenden im Bach ermöglicht.

Nach diesem Besuch entschieden sich eine Kollegin und ich, dass wir uns eine Lernpatenschaft „teilen“ wollen. Nach Gesprächen hinsichtlich unserer „Lernpräferenzen“ wurde uns Ikram vorgestellt, eine junge Frau, die ganz alleine von Somalia nach Österreich geflüchtet ist. Sie hatte in ihrem Leben noch nie Mathematik-Unterricht, weshalb sie gerne 1 ½ Stunden pro Woche zusätzlich mit uns rechnen wollte. Seit etwa 3 Monaten ackern wir nun gemeinsam verschiedenste Aufgaben durch, von linearen Gleichungssystem bis zum Satz von Pythagoras. Die Fortschritte sind noch klein, aber erkennbar. In der Zwischenzeit hat Ikram übrigens einen positiven Asylbescheid bekommen und nach dem Pflichtschulabschluss möchte sie die Ausbildung zur Altenpflegerin beginnen. Ich bin mir sicher, dass sie dieses nächste Ziel auch erreichen wird.

Für mich ist es eine großartige Erfahrung und Bereicherung, mich neben meinem Beruf in der Unternehmensberatung auch für ein soziales Projekt einzusetzen und ich kann dieses Engagement nur jedem ans Herz legen. Ich kann aus jeder einzelnen Einheit viel für mich persönlich mitnehmen.